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Strafverfügung Wien

Häufigste Fehler bei Strafverfügungen vermeiden

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Diese Fehler kosten Sie bei Strafverfügungen bares Geld

In unserer Praxis sehen wir immer wieder dieselben Fehler. Hier die häufigsten und wie Sie sie vermeiden.

Fehler 1: Fristversäumnis – unwiderruflich

Die Zwei-Wochen-Frist (§ 49 VStG) ist zwingend.

Nach Rechtskraft bleibt nur noch die außerordentliche Wiederaufnahme (§ 69 AVG), die höchst selten bewilligt wird. Die Hürden sind extrem hoch.

Folgen:

  • Strafe wird rechtskräftig
  • Keine Anfechtung mehr möglich
  • Allfällige Vormerkung im Führerscheinregister bleibt
  • Bei Verkehrsdelikten: allfällige Punkte im System

So vermeiden Sie es: Tragen Sie sich das Fristende sofort in den Kalender ein. Rechnen Sie ab Zustelldatum 14 Tage.

Fehler 2: Vorschnelle Zahlung

Mit Zahlung akzeptieren Sie faktisch den Bescheid. Ein späterer Einspruch ist dann regelmäßig ausgeschlossen.

Folgen:

  • Kein Einspruch mehr möglich
  • Allfällige Vormerkung wird rechtskräftig
  • Bei Fehlern keine Korrektur

So vermeiden Sie es: Zahlen Sie erst nach reiflicher Überlegung oder rechtlicher Beratung. Nutzen Sie die 14-Tage-Frist zur Prüfung.

Fehler 3: Falsche Behörde

Die zuständige Behörde ist auf dem Bescheid angeführt (z.B. MA 67, LPD Wien, Bezirkshauptmannschaft).

Ein Einspruch an die falsche Behörde ist unwirksam.

Folgen:

  • Frist läuft weiter
  • Einspruch kommt zu spät
  • Bescheid wird rechtskräftig

So vermeiden Sie es: Prüfen Sie genau, welche Behörde den Bescheid erlassen hat. Die Adresse steht auf der Strafverfügung.

Fehler 4: Einspruch ohne Strategie

Ein pauschaler Einspruch ohne spätere Begründung kann riskant sein, wenn keine Verteidigungsansätze bestehen.

Folgen:

  • Verfahrenskosten fallen an
  • Zeitaufwand ohne Erfolgsaussicht

So vermeiden Sie es: Lassen Sie Ihre Strafverfügung vor Einspruch prüfen. Nicht jede Strafe ist angreifbar.

Fehler 5: Keine Akteneinsicht

Viele lassen sich auf das Verfahren ein, ohne Akteneinsicht genommen zu haben. Aber gerade durch die Akteneinsicht, kann man sich gezielt auf die Vorwürfe einlassen und diese entkräften.

Folgen:

  • Überraschungen in dem Verfahren
  • Keine Vorbereitung möglich
  • Beweise können nicht entkräftet werden

So vermeiden Sie es: Beantragen Sie sofort Akteneinsicht nach dem Einspruch. Die Akte zeigt, worauf die Behörde ihre Vorwürfe stützt.

Fehler 6: Ohne rechtliche Beratung zur Verhandlung

Verwaltungsstrafverfahren sind komplex. Formfehler können entscheidend sein.

Folgen:

  • Verteidigungsansätze werden übersehen
  • Verfahrensfehler werden nicht gerügt
  • Keine optimale Vertretung

So vermeiden Sie es: Nutzen Sie professionelle Vertretung. Die Rechtsschutzversicherung übernimmt oft die Kosten.

Zusammenfassung

Die meisten Fehler entstehen durch:

  • Zeitmangel
  • Unwissenheit über rechtliche Möglichkeiten
  • Unterschätzung der Konsequenzen

→ Vermeiden Sie diese Fehler:
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